Solvency II fordert Versicherer

Die neuen aufsichtsrechtlichen EU-Rahmenrichtlinien betreffen die Kernprozesse der Assekuranz. IT-Lösungen schaffen Transparenz und steigern die Wettbewerbsfähigkeit

Solvency II folgt, analog zu Basel II, einem Drei-Säulen-Ansatz. Die erste Säule regelt das minimale Solvenzkapital – also jenen Teil des Eigenkapitals, der für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs notwendig ist. Säule II behandelt den Risikomanagementprozess, somit die adäquate Überwachung und Steuerung der Risiken. Die dritte Säule formuliert Anforderungen an das externe Reporting.

Mit der Reform des Regelwerkes zur Eigenmittelausstattung von Versicherer führt die EU-Kommission zum 01.01.2013 unter dem Begriff Solvency II ein neues Aufsichtssystem ein. Die Harmonisierung auf EU-Ebene soll mehr Transparenz und Stabilität zum Schutz der Versicherungsnehmer hervorbringen.

metafinanz begleitet ihre Kunden beim Vollzug des Paradigmenwechsels zu Solvency II innerhalb eines integrierten fünfstufigen Implementierungsansatzes. Dieser adressiert die Anforderungen aus allen drei Säulen. Daraus resultiert der optimale Einsatz technologischer und versicherungsfachlicher Expertise der metafinanz.

metafinanz Solvency II Implementierungsansatz

  • Die erste Implementierungsschicht Governance bilden die Etablierung der Governance-Funktionen, die Festlegung der RM-Prinzipien sowie die Risikostrategie und das Risikotragfähigkeitskonzept. Der Compliance-Abgleich rundet die erste Stufe ab.
  • Im Risikomanagement finden zunächst Aufbau / Erweiterung von ERM und IKS sowie ein Risiko-Assessment statt. Im Zentrum unterstützt metafinanz mit aktuarieller Kompetenz die Modellauswahl (internes / partielles Modell vs Standardmodell) und die SCR Berechnung gefolgt von der Validierung der Methoden durch Stresstests und Szenario-Analysen.
  • Die gemeinsame Identifikation geschäftskritischer Prozesse steht im Prozessmanagement an erster Stelle. Im Anschluss gewinnt die Feststellung der Solvency II Prozessreife an Priorität. Zentrale Herausforderungen liegen in der Prozessmodellierung, -implementierung und -dokumentation.
  • Eine korrekte und konsistente Risikobewertung der Unternehmung auf quantitativer Grundlage ist nur durch ein effizientes Datenmanagement realisierbar. Unsere Fokussierung liegt auf der Datenqualität und einer Harmonisierung der Datenversorgung. Qualitätssicherung und permanente Verifizierung sind Eckpunkte unserer erfolgreichen Ausrichtung des Datenmanagements.
  • Ziel der Stufe IT-Management ist die Überführung der Systemlandschaft in eine nachhaltige und moderne IT-Architektur. Unsere Business Impact Analyse bildet die Grundlage der GAP Analyse mit Festlegung der Zielarchitektur. Auf dieser Basis erfolgt die Entscheidungsfindung Make or Buy mit anschließender Implementierung der optimalen IT-Lösung.

Der Umsetzungsprozess ist bereits in vollem Gange und muss mit der Einführung am 01.01.2013 erfolgreich abgeschlossen sein. Vor dem Hintergrund enormer Komplexität und unternehmensspezifischer Herausforderungen integrieren wir von Beginn an die interne Ressourcenallokation in unsere ganzheitliche Steuerung von Solvency II Vorhaben.

Das durchgängige Leistungsspektrum der metafinanz bietet Lösungsunterstützung aus einer Hand, bei gleichzeitiger Lösungshoheit des Kunden.

Downloads

Fachartikel:

Die Umsetzung von Solvency II erfordert neue Prozesse und IT-Lösungen download pdf (384 KB)

Interview:

Solvency-II-Projekte rechtzeitig planen download pdf (81 KB)